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27.04.2009
Bankergehälter steigen
Wall-Street-Löhne erholen sich

Foto:Foto: pixelio.de - wrw
Die Wirtschaftskrise ließ im vergangenen Jahr auch die Gehälter an der Wall Street einbrechen. Die Entwicklungen der vergangenen Monaten lassen nun vermuten, dass sich die Banker dieses Jahr wieder über Summen freuen können, die zuletzt vor der Krise ausbezahlt wurden. Der Grund dafür sei der positive Jahresbeginn an der Wall Street, berichtet die New York Times. So hätten sechs der größten Banken im ersten Quartal mehr als 36 Mrd. Dollar für Gehälter beiseite gelegt. Sollte sich der Trend festigen, würden sich die Wall-Street-Löhne vom Tief des vergangenen Jahres erholen.
Expertenmeinungen unterschiedlich
Die Entwicklung wird von Experten unterschiedlich beurteilt. Während die einen damit argumentieren, dass auch an der Wall Street das Humankapital gehalten werden müsse, sehen andere einen Rückfall zu alten Sünden. Kleine Anzeichen der Erholung führten dazu, dass Gehälter sofort wieder anstiegen. Nachdem die Banken Hilfsgelder aus dem Steuertopf in Anspruch genommen haben, wird die Entwicklung besonders kritisch gesehen.
Deutliche Veränderungen
In absoluten Zahlen werden die Banken weniger für ihre Angestellten aufwenden, denn die Mitarbeiterzahlen wurden wegen der Krise deutlich reduziert. Im Durchschnitt dürften die Gehälter jedoch trotzdem steigen. Am meisten Geld hat Goldman Sachs zur Seite gelegt. Sollte der Trend anhalten, kämen zu Jahresende 569.220 Dollar auf jeden Angestellten - das entspricht den Zahlen von 2007. Man müsse die Mitarbeiter bezahlen und die positive Entwicklung sei möglicherweise nicht über das ganze Jahr gegeben, so ein Sprecher der Bank. Aber es gibt deutliche Veränderungen zur Situation vor der Krise. Neben staatlichen Obergrenzen für manche Verdienste soll auch das Bonussystem angepasst werden. Belohnungen sollen künftig von langfristigen Erfolgen abhängig gemacht werden. Überhöhte Bonuszahlungen für nur kurzfristig erfolgreiche Geschäfte werden als Mitauslöser für die Krise gesehen.
Quelle: pte
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