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03.08.2009

Engagement mit Alternativenergien

RWE stürzt sich ins Solargeschäft

Der Energiekonzern RWE hat ein Engagement in der Solarbranche angekündigt. Künftig will sich der Versorger an Projekten im Mittelmeerraum beteiligen und die Stromerzeugung mit solarthermischen Kraftwerken aufnehmen.

Foto:desertec.org

Damit würde das Unternehmen sein Portfolio im Bereich Erneuerbare Energien erweitern. Bisher war der Fokus der Essener mit Investitionen in Höhe von rund einer Mrd. Euro pro Jahr auf die Bereiche Wind- und Biomasseenergie beschränkt, wie die Financial Times Deutschland berichtet. Gleichzeitig schraubt RWE-Chef Fritz Vahrenholt jedoch die hohen Erwartungen an das emsige Wüstenstromprojekt Desertec zurück, an dem der Konzern in einem Konsortium von 20 Unternehmen etwa gemeinsam mit E.ON beteiligt ist. Dafür sei im Vorfeld noch eine enorme Anschubfinanzierung erforderlich.

Mamut-Wüstenprojekt Desertec

Das Desertec-Projekt umfasst Schätzungen zufolge ein Volumen von bis zu 400 Mrd. Euro. Nach Ansicht von RWE bedürfe es einer Finanzierung auf Niveau des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, um die geplanten Kraftwerke in der Sahara ab 2020 ans Netz zu schicken. Neben zwischenstaatlichen und wirtschaftlichen sind dafür zudem in erster Linie die technologischen Herausforderungen enorm. Bei Strom-Überschuss könnten schließlich auch europäische Staaten von dem Vorhaben profitieren. Vorerst müsse jedoch die Energieversorgung afrikanischer Länder mit Solarstrom gesichert werden.

Ausbau von erneuerbaren Energien

Über das Wüstenprojekt hinaus zeigt RWE offenkundig Interesse an Solarkraftwerksprojekten in Südeuropa, so etwa in Spanien. Über das mögliche Investitionsvolumen ist bislang jedoch nichts bekannt. Gemeinsam mit dem Kölner Versorger RheinEnergie und den Stadtwerken München beteiligt sich RWE beispielsweise an dem im Bau befindlichen solarthermischen Kraftwerk Andasol 3. Das Thema Silizium-Solarmodule bleibt für den Energiekonzern hingegen weiterhin tabu. Vielmehr sieht RWE den Ausbau erneuerbarer Energien anhand "der nächsten Generation" von Sonnenkraftwerken in Form solarthermischer Anlagen vor. Die Stromproduktion sei im Vergleich zur Photovoltaik preisgünstiger und speicherfähig. Nach Angaben von Greenpeace können deutsche Unternehmen durch den weltweiten Bau solarthermischer Kraftwerke von 2010 bis 2050 mit einer Wertschöpfung von bis zu zwei Bio. Euro rechnen. Zwischen 357.000 und 582.000 Arbeitskräften würden dafür benötigt.

Quelle: pte

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