09'2010

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07.04.2009

Sixt

Autovermieter gibt Kundenprotesten nach

Der größte deutsche Mobilitätsdienstleister und Autovermieter Sixt ist mit seinem erst vor kurzen eingeführten neuen Preismodell gescheitert. Nach massiven Protesten von verärgerten Kunden....

Foto:sixt.de

rudert das Unternehmen nun zurück. Stein des Anstoßes ist das vor zwei Wochen eingeführte Gebührenmodell, das vorsieht, dass Kunden ab dem 200. Kilometer für jeden zusätzlichen Kilometer pro Miettag eine Extragebühr zahlen müssen. Die "negativen Kundenreaktionen" hätten den deutschen Branchenriesen dazu veranlasst, zum alten System wieder zurückzukehren. Ab sofort können Kunden wieder unbegrenzt viele Kilometer fahren, ohne ab einer bestimmten Grenze Zusatzgebühren bezahlen zu müssen, heißt es von Sixt.

Kunden mit Frei-Kilometer besänftigen

Der Kunde ist König. Nach diesem Grundsatz handeln wir und ignorieren das Feedback, das wir kundenseitig zu unseren Produkten und Dienstleistungen erhalten, natürlich nicht", erklärt Sixt-Sprecher Frank Elsner. Obwohl Sixt die erhofften Mehreinnahmen aufgrund der inzwischen gescheiterten Einführung der Zusatzgebühr ausbleiben, will man die Kunden nun mit dem Werbespruch "Frei-km für Alle!" besänftigen. Weil sich kaum ein Auto-mietender Kunde bereit erklärt hatte, 24 Cent für jeden weiteren Kilometer zu zahlen, erscheint vielen auch die auf Ostern bezogene Werbebotschaft "20 Prozent auf alles" als eine Art von Wiedergutmachung. "Von einer Wiedergutmachung würde ich nicht sprechen. Es ist bekannt, dass alle Autovermieter in den Osterferien Auslastungsprobleme haben. Mit unseren Angeboten wollen wir vielmehr positive Signale an die Kunden senden", fügt Elsner hinzu.

Ähnliche Vorhaben auch bei Konkurrenz

Umso merkwürdiger ist es für Branchenkenner, dass Wettbewerber ähnliche Preisvorhaben starten wollen. Nur drei Tage nach Sixts Kehrtwende will Europcar mit der Kilometerabrechnung ab Fahrten über 200 Kilometer zwischen 25 und 49 Cent pro zusätzlichem Kilometer verlangen. Auch Hertz plant künftig kilometerabhängige Preise einzuführen. Ein Termin zur Markteinkführung stehe aber noch nicht endgültig fest. Konkurrent Avis hingegen hält sich noch zurück und will erst einmal die Kunden- und Marktreaktionen abwarten. Problematisch in der Branche ist das bisherige Verhältnis zwischen Herstellern, Händlern, Banken und Vermietern. Durch die Konjunkturflaute hat sich dieses Verhältnis stark verändert, wodurch Mietwagen-Anbieter ihre Flotten verkleinern.

Quelle: pte

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