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01.09.2010
Kino verliert an Attraktivität
Trotz Besucherrückgang mehr Umsatz durch 3D-Vorführungen

Foto:pixelio.de - Rolf van Melis
In Deutschland haben 60,4 Mio. Menschen im Zeitraum von Anfang Januar bis Ende Juni eine Kino-Eintrittskarte gekauft. Das sind 4,5 Mio. weniger als im ersten Halbjahr 2009. "Ein rückläufiges Kino-Publikum war zu erwarten", erklärt Jan Oesterlin von der Zukunft Kino Marketing GmbH, im pressetext-Interview. "Das hat nichts mit dem 3D-Boom zu tun, sondern viele Top-Filme wurden wegen der WM aufs zweite Halbjahr verschoben. Diese momentane Entwicklung macht uns nicht nervös. Es bleibt abzuwarten, wie es Ende 2010 ausschaut", so der Experte.
Die Lust auf 3D
Trotz der rückläufigen Besucherzahlen sind die Gesamtumsätze der Kinobetreiber gestiegen. Laut der Berliner Filmförderanstalt liegt das am 3D-Boom. Da für 3D-Vorstellungen erhöhte Eintrittspreise verlangt - und gezahlt - werden, ist der Durchschnittspreis für einen Kinobesuch innerhalb der letzten zwölf Monate deutlich nach oben geklettert und lag mit 7,34 Euro 85 Cent über dem Vorjahreswert von 6,49 Euro.
"Natürlich hat die Lust auf 3D-Kino zu dem insgesamt zufriedenstellenden Ergebnis entscheidend beigetragen", betont FFA-Vorstand Peter Dinges. Unter dem Strich betrachtet würden die Halbjahreszahlen zeigen, dass das Kino erneut einer Fußball-WM und strahlendem Hochsommerwetter habe trotzen können, resümiert Dinges. "Allerdings nur, wenn das Angebot stimmt."
Quelle: pte
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