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01.09.2010
Lkw-Verkehrslawine überrollt Deutschland
Experten wollen Güterverkehr sauberer machen

Foto:pixelio.de - ilona martin
"Mit dieser Tatsache verbunden ist die Frage, wie man den Güterverkehr umweltfreundlicher gestalten kann", so Gunnar Knitschky vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt
. Die Studie , die das DLR-Institut für Verkehrsforschung zusammen mit Shell-Deutschland erstellt hat, kommt zum Schluss, dass sich die Fahrleistungen von schweren Lkw bis 2030 nahezu verdoppeln werden.
Große Herausforderungen für Zukunft
Es sei davon auszugehen, dass der Straßengüterverkehr sauberer wird, erklärt Knitschky. "Trotz der weitreichenden Verbesserungen der Technologie werden technische Anstrengungen allerdings nicht ausreichen, um den CO2-Ausstoß des Straßengüterverkehrs unter das heutige Niveau zu senken", so Studienautorin Barbara Lenz, Professorin für Verkehrsnachfrage und Verkehrswirkungen an der TU Berlin. "Wir haben mit einem aus Umweltsicht ambitionierten Alternativ-Szenario den Anstieg des CO2-Ausstoßens auf 32 Prozent bei gleicher Güterverkehrsleistung begrenzen können."
Der Anteil des Straßengüterverkehrs an den gesamten CO2-Emissionen beträgt derzeit etwa fünf Prozent. Die Emissionen werden jedoch noch um etwa 50 Prozent zunehmen, trotz in Aussicht gestellter technologischer Verbesserungen. 99 Prozent der schweren Lkw fahren heute mit Diesel-Antriebsstoffen. Dieselbetriebene Fahrzeuge machen etwa 93 Prozent der gesamten Flotte aus.
Verlagerung auf die Schiene
"Bei den schweren Lkw gibt es bis dato keine Alternative zum Dieselmotor", erklärt Knitschky. "Was jedoch definitiv machbar ist, sind Effizienzverbesserungen. Wir schätzen, dass Verbesserungen am Fahrzeug inklusive Motor und am Aufbau Energieeinsparungen von mehr als 25 Prozent möglich machen." Der Experte geht davon aus, dass in den leichteren Fahrzeugklassen auch zunehmend Hybrid-Fahrzeuge zum Einsatz kommen.
Eine Strategie, um den Güterverkehr auf der Straße zu reduzieren, ist auch die Verlagerung der Gütertransporte auf die Bahn. "Hierzu gibt es einen deutlichen politischen Willen", so Knitschky. "Dazu muss jedoch an der Beseitigung von Engpässen und der Verbesserung des Zugangs auf die Schiene gearbeitet werden. Zudem müssen die Bahnstrecken so ausgebaut werden, dass sich Güter- und Personenverkehr nicht in die Quere kommen."
Quelle: pte
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